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Im Nichts

Nichts Neues;
viele, viele Falten
gegerbt und ausgemergelt

tief und ruhig
und so betrübt
vom angestrengten
Lauschen
so erschöpft

- ins Nichts –

es scheint
als müsste ich
des Wegs erst überdrüssig sein
bevor
ich
weiter gehen
kann.
4.3.11 20:24


Still

Still
Und unbeholfen

Stockend
Vom Weg verzehrt
Und Kaum vom Stottern befreit

- noch einmal Glück gehabt -

Unerkannt geblieben
Das eigene Stimmgewicht
In der Hand hin und her gewogen

- Es am Ende hineinfallen lassen -

Damit es niemand merkt
In Watte gewickelt

Damit niemand
Einen gellenden Zeigefinger streckt

Und ich für immer
Für immer
verstumme,

kaum da ich meine Stimme einmal nutze.
12.10.10 22:06


Schmelzpunkt

Aus kaffeeschwarzen Rauchschwaden
Atme ich
Dir zugeneigt
Ohne Zucker, ohne Milch,
die Lippen trocken, sehnsüchtig
nach einem Kuss,
köstlich
wie

Vanille
Das Aroma Tropft von deinen Lippen,
ganz appetitlich
Geschmack in kräuselndem Rauch
aus gerollten Tabakblättern
von irgendwo her.

Deine Augen sind zwei Tassen voll Mokka,
die Crema funkelt mich überschäumend an,
in einem kleinen gekräuselten Karamelllächeln
sehe ich den verschmitzten
Süßwarenbesitzer

Der selbst lieber
Zartbittert
Am Schmelzpunkt.
19.6.10 00:02


Wunderschön (Flower in a garden)

Du bist nur ein Schatten;
Nur ein Fadenschein im Licht,
Du scheinst keine große Wirkung
Zu haben
Auf mich - du bist nur

manchmal das Klopfen an einer Tür
- undurchdringlich
ohne dass jemals
etwas eintreten würde;


Du bringst nur farblosen Regen; nur das Geräusch,
nur die Vorstellungen von
blassroten Knospen
die draußen wachsen
im lächelnden Sonnenschein;

Ich habe all das weggeschlossen
Und wollte nie wissen
Was da draußen lebt,
Ich

war ein vertrocknetes,
aschgraues Wesen,
das sich nur vom eigenen
bitteren Herzen nährte:
Doch

Du bist die liebevolle Anmerkung
Doch nur
einen Blick zu riskieren,
ohne dass ich mir sicher sein könnte

dass all das wirklich so
- Wunderschön -
sein könnte

Ich sage dieses Wort nur für dich:
Du formst mich gerade
Danach:
Wunderschön.
18.6.10 23:51


Luft holen

Lass mich nur verweilen;
Ich warte
Verblassend
Und irgendwann ausgezehrt,
vom ständigen Lächeln welk
und ganz wund

vielleicht verfange ich mich diesmal
wie Treibgut
in deinen Fängen, deinem atemberaubenden
Voranpreschen
Mitten durch das Leben:

Deinen leeren Versprechungen
Die mich nicht retten;
Kannst du mich fühlen?
Ich lebe,
dir entgegen und voll Stolz,
an einen Strand getrieben
voll trauernder Gebeine.
14.6.10 22:16


Tiefsinn

Ich fange Sonnentau am Morgen
und sammle Sterne am Abend;
konserviere das raue Durcheinander einer sommerlichen Brise
in schwieligen Händen:

all die Lichter,
klein und verirrt in den Gassen.

Ich fühle mich verloren
in den Wirren einer wirkenden Stadt,
angestoßen von rastlosen Reisenden,
die mir begegnen:

Ich vergesse langsam
das Geheimnis des Vertrauens,

Es bleibt ein schiefes Lächeln,
überquellend von
Belanglosigkeit
7.5.10 12:45


Wandeln

Durch Wälder wandeln
Wie flüssiges Licht
Sich narren lassen
Und die Arme durch Sekunden breiten
Den Herzschlag fühlen
Den dunklen Puls der Welt
Der alles lenkt

Ich kann nur feuchte Wärme fühlen
Nur – dieses Schmunzeln
Das sich wie ein Fleck ausbreitet,
das Gesicht im Kosmos verdunkelnd,

Der mich durch den Abend fallen lässt
Durch glitzernde Gruben
Sicheren Seelengesteins
Als Teil des Wandels
Der ich bin.
20.1.10 11:55


Schnurren

Jeden Abend dieses Winters
Steht dort ein Mann am Fenster

Er ist weder jung noch alt,
ich sehe ihn verschwommen,
aber ich schätze ihn jung,
so wie mich,
vielleicht doch etwas älter.

Er streichelt den Kater,
Er begleitet mich jede Nacht in den Schlaf.
Er sieht mir beim Umziehen zu,
viel eleganter als sonst,
es ist wärmer,
ich kann den Kater schnurren hören.

Er lehnt sich dabei
An den Fensterrahmen,
der Kater nun auf seinem Arm,
ich ganz nackt.

In wohlige Wärme gehüllt
Liege ich im Bett,
das Herz klopft noch und
der Kater schnurrt,
ich kann ihn sehen
und die Sterne,
ihn im Profil.

Ich wünsche mir ein Lächeln,
schenke ihm eines,
und schlafe ein,
der Kater schnurrt.
4.1.10 12:00


Ein goldener Affe

Zeit
Ist nicht wie Sand.

Sie rinnt nicht dahin,
sie ist den meisten
ein goldener Affe auf dem Rücken,
verflucht und doch
unabkömmlich

Wird sie doch keinem Einzelnen je gerecht,
macht ihn alt,
erstickt ihn im zähen Jammer des Leidens
verbiegt sein Rückgrat
zeigt ihm den Apfel hoch oben
und lässt seine Beine brechen.

Fordert und überfordert,
holt ihn ein
hängt ihn ab
macht die Luft knapp
lässt ihn aufgeben
ist aussichtslos.

Wir können nicht verzichten
Auf ein bisschen Zeit
Ganz für uns
Während die Uhr tickt,
während die Zeit
-ein schwertschwingender Reiter der Einheit-
-ein goldener Affe, der sitzt wo es schmerzt-
Uns unseres Empfindens
Beraubt.
4.1.10 12:00


Glück

Wir streben nach
Vollkommenheit
die niemand kennt

nach Anerkennung
die der Neid vertreibt

nach Existenz
die am Ende besonders
sein muss.


Wir tun uns durch nichts hervor,
haben Talente und Chancen,
ohne dass es jemals auf sie ankommen würde,
denn wir sind
immer abgesichert

geschützt vor anderen
und vor uns selbst,
wir sind von der Zufriedenheit
zurückgewichen

weil wir offenbar
mehr sein wollen
als wir können
ohne dabei
das Glück auf dem Weg
jämmerlich
sterben und im Stich
zu lassen.
23.11.09 01:07


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