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Weltschmerz (für Jo)

Den schwersten Schritten deines Lebens
Konnte ich nur ein armer Zeuge sein

federleicht und beschwingt
von einer Gier nach Leben;
Manchmal mit Gleichgültigkeit gesegnet.
Als Unglück an dir vorüber gegangen.
Den Weg gebahnt für eine Zeit nach dir,
alles beiseite geschoben,

und am Ende
schmerzte nur dein verlassenes Lachen
bei jedem Schritt in die Zukunft;

Ich kann ihn nun fühlen,
deinen Weltschmerz.
10.10.09 20:20


Sommertage

Du hast Sonnenhände;
Der Sommerwind füllt uns
Mit sandblassen Wirbeln,
die kraftvoll aus den Feldern steigen,
vielversprechende Düfte von Weizen
und Sommerblumen

Im Flimmern warmer Tage
Malst du Blüten in den Himmel,
ihre Ränder flackern
und ihre Ränder sind gesäumt
von einem Zauber,
ein geheimes Farbenspiel.

Es ist deine Handschrift,
ein besonderer Augenblick,
der nur für mich in diesem Sommer leuchtet,
das kleine Besondere in so viel Zeit,
das deine verbrannten Hände
nie verblassend
mit Farben malen.
2.9.09 09:18


Vergessen

Ich bin.
Von allen Seiten gehalten

Fest gebunden
Eingeflochten in Gewebe
Von Stricken
Die nie reißen

Festgezurrt
In einer immer abwehrenden Haltung
Steif und unbeweglich
An Erwartungen gefesselt

Der leere Blick folgt
Dem losen Zeigefinger
zum Himmel

und sehnt sich nach Weite
und reißt an den Stricken
doch

dein Misstrauen
Schneidet wieder
Und wieder
Ein.
29.6.09 22:03


Harlekin

Dein nächstes Mal wird
In Farben ertrinken, wenn wir uns sehen
Rollende Augen spiegeln sich in Silberlingen,
die unter den Masken
in einen Himmel voll Erwartungen blinzeln.
Zögernd und zweifelnd
Einander einladend
Die Köpfe zu gespannten Bögen
Geneigt und gestreckt

- Tanzend –
Durch den Maskenball
Einer sterbenden Liebe
Die
in den letzten Zügen
uns noch verändert
und besser
und größer macht
als wir
wirklich sind.
11.6.09 22:35


Immer wieder.

Willst du mich vergessen?
Willst du mich werden lassen
was ich lang schon bin,
voll Scheu vor Ewigkeit
aus Respekt vor dem Ablaufen der Zeit,
ein Schatten, der vergeht?

Es ist nie zuende,
nicht ein Leidender ward je geheilt
vom Ticken der Uhren;
der Staub der durch die Uhren fällt
spottet über das, was wir bald sind.

Nie war es Zeit
zu einander zu finden
sich wiederzufinden
sich zu verlieren
jeder für sich
und jeder in sich selbst -
in Erinnerung.

Sie denkt nie an die Zukunft,
keine Hoffnung lässt sie besser erscheinen,
kein Plan ändert sie.

Also sag mir, Liebe,
wo lebst du wirklich,
wenn du die Nase reckst
um im Wind der Gedanken
den Geschmack vergangener Momente zu kosten?

Liebe ich dann immer noch?
Und immer wieder?
13.4.09 21:01


Ein schlechter Traum

Ich habe schlecht geträumt.
Es war ein leises Rufen,
einen quälenden Augenblick lang nur
deine federleichte Stimme:
es war dein Lachen,
das verging.

Jemand hält sich zaghaft fest
am Leben und an mir,
ich spüre dein Atmen,
ich liege auf dir,
werde mühsam nach oben gehoben.

Die Schatten wandeln
Selbst weinend
Eine dunkle Welt um uns herum
In sich ausbreitende Stille

Deine Augen erzählen mir vom Traum.
Dass ich nicht aufwachen kann.
Die Hände auf deiner Brust gefaltet
Macht mir dein Lächeln das Atmen schwer.

Es ruft leise.
Du atmest aus
Und ich
falle
in eine ziellose Zukunft
18.3.09 23:10


Sommernacht

Am Anfang erzählte er ihr
nur seine Geschichte.
Sie hatte keine Bedeutung
als die vergangener Tage
und er blätterte in ihnen
als ginge man durch faulendes Laub,
am Ende eines erschöpften Tages.

Ihre Abwesenheit schlug mit bewegender Tiefe
Narben in die Stille seines Herzens:
er fand sie genau dort,
wo er seine Geschichte dem Vergangenen übergeben hatte:
im wandelnden Flüstern einer Pappel,
unbeirrbar in der Not,
ein beständig lebendiges Blättern,
es erinnerte ihn an jenen Sommernachtssturm.

Am Ende hatte er nicht kommen sehen
dass er erzählt und sie erlebt hatte,
und sie beide ein sanftes, anmutiges Gesetz
für sich beansprucht hatten,
mit jedem Wort verbittert
etwas im Augenblick
erneut vergehen zu lassen,
nur um sich am Ende
ganz nah zu sein.
15.3.09 11:39


Bessere Tage

Ich höre noch immer von dir:
von besseren Tagen, weit von dir entfernt;
zögerlich fragend, ob ich dich noch immer sehe;
verachtend von deinem Leben in der Ferne...

so nah an meinem Herzen,
dass du es mit jedem zarten Blick
wie eine Bogensehne überspannst,
so, dass ich es brechen fühlen kann.

Ich warte auf dich und lasse dich dann ziehen-
ich finde dich immer wieder, und dass die Suche wohl nie zuende war,
ich höre von dir und denke an dich,
fühle, sehe, rieche…
an wie man sagt
besseren Tagen
ohne dich.
24.2.09 14:09


Federlicht

Es ist unsere geheime Geschichte.
Eine schlanke Hand erzählt
von Lebensirrungen.
Von zu vielen großen Schritten,
zu viel Unbemerktem am klaren Firmament,
wir bemaßen es mit wenigen Schritten.

Nun wünschen wir zu viel für uns,
wenn wir beschützen, nicht besitzen;
und voll Zuversicht statt Argwohn
die Sterne nun bestaunen wollen,
im aufbrechenden Federlicht des Abends gefangen:

federleichte Lichtnisse,
dein zärtliches Lächeln,
deine bewegend ruhigen Atemzüge,
Traumtaucher am Gestirn:

Deine schlanke Hand
sieht ein treues Herz heimkehren,
in deinem Lächeln, den Augen veborgen,
dem Herzen stets im Sinn,
geheim und vom Federlicht umgeben,
die Liebe malt
dir deinen Himmel.
21.2.09 01:09


Der Traum

Und ich werde mich doch nie abwenden können,
von deinen funkelnden Augen,
wie zwei dunkle Kohlen,
so richtungslos durch Schneegestöber
-viel nasser Staub der dich umwirbt-
durch ein Apfelgeflecht blickend,
reif und warm in rot getaucht....

Kannst du all das Leben fühlen,
wenn du ganz woanders bist,
die Augen nicht mehr glühen,
du unbestechlich nüchtern all den Zauber
-und das Glück-
aus jedem Augenblick entfernst?

Wo ist es hin,
wenn wir uns jetzt
nichts mehr zu sagen haben,
wenn zwischen uns das Rinnsal Zeit
den Traum erlegt,
den wir gemeinsam lebten,

wie arm muss er gewesen sein,
der Traum...
8.2.09 02:44


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